Wie kann man Geschichte wirklich verstehen? Reicht es aus, Texte zu lesen und Bilder in Büchern zu betrachten? Mit genau diesen Fragen im Hinterkopf unternahmen wir am 7. Mai 2026 im Rahmen des G-Oberkurses eine Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Dachau – begleitet von unseren

Dozentinnen Frau Schneider und Frau Feuerlein sowie einer Gedenkstättenführerin, die uns kompetent und einfühlsam über das Gelände begleitete.

Da wir uns im Fach Geschichte derzeit intensiv mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigen, war dieser Besuch für viele Studierende eine besonders bedeutsame Erfahrung. Was wir bisher nur aus

Unterrichtsgesprächen und Lektüre kannten, konnten wir nun mit eigenen Augen sehen und auf eine Weise begreifen, die kein Lehrbuch vermitteln kann.

Die Führung brachte uns zu den ehemaligen Baracken, dem Lagertor, der Dauerausstellung sowie dem Krematorium. Durch persönliche Schicksale, historische Fotografien und Originaldokumente wurde die Geschichte greifbar und emotional – weit mehr, als es der Unterricht allein vermag. Besonders eindrücklich war es, an einem Ort zu stehen, an dem so viele Menschen unter unmenschlichen Bedingungen leiden mussten.

Für uns als Studierende in Deutschland hat dieser Besuch noch eine besondere Bedeutung: Erinnerungskultur ist hier kein abstraktes Konzept, sondern eine gesellschaftliche Verantwortung. Wer in Deutschland lebt, lernt und arbeitet, begegnet dieser Geschichte in Straßennamen, Denkmälern und eben in Gedenkstätten wie in Dachau. Diese Erfahrung hat uns bewusst gemacht, dass Gedenkstätten keine Pflichtprogramme sind, sondern Orte, die uns als Gesellschaft zusammenhalten und prägen.

Viele Studierende verließen das Gelände nachdenklich und bewegt. Diese Exkursion war weit mehr als eine Ergänzung zum Geschichtsunterricht – sie war eine Erfahrung, die uns als Menschen und als Teil der Gesellschaft, in der wir leben, nachhaltig geprägt hat. 

Maria Paz Olmos Herbin und Karyna Buhlak (G9225)

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